Ich will abstimmen

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Von der Ehe für alle zur Abstimmung für alle

Die morgige Abstimmung des Bundestags über die Einführung einer Ehe für alle ist eine Sternstunde der Demokratie. Kanzlerin Merkel hatte am Montag die Ehe für alle zu einer Gewissensentscheidung erklärt. Das bedeutet, die Bundestagsabgeordneten dürfen zu dieser Frage frei entscheiden. Sie müssen sich nicht dem sonst üblichen Fraktionszwang unterwerfen. Sie können sich selbst ein Urteil bilden und aufgrund ihrer eigenen Einsicht und aus Überzeugung abstimmen. Welch würdevoller Moment!

In welche Richtung weist uns diese Sternstunde, welchen Weg zeigt sie uns auf? Gibt es etwa weitere Fragen, bei deren Beantwortung es sich um Gewissensentscheidungen handelt? Zum Beispiel der Export von Kriegsgeräten und Waffen? Oder die Frage der Massentierhaltung? Hartz 4 versus Grundeinkommen? Die zukünftige Finanzierung der Hebammen?

Bei diesen Überlegungen bemerken wir schnell: Wenn solche Fragen Gewissensentscheidungen sind, dann sind sie es nicht nur für die Abgeordneten im Bundestag. Sie berühren jeden Menschen. Jeder Mensch hat ein Gewissen und will, dass in der Gestaltung der Welt die Stimme seines Gewissens gehört und verwirklicht wird.

Deswegen lautet die Konsequenz dieser einzigartigen Abstimmung morgen im Bundestag:
Wenn Gewissensentscheidung, dann Volksabstimmung!

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